Ein Buch schreiben – Wie schwer kann das schon sein?

20170907_212852Nun ja, ziemlich wie sich herausstellte. Vor ein paar Jahren hat es in meinem Gehirn angefangen zu rattern. Träume, verschiedene alltägliche Situationen und die unterschiedlichsten Menschen und Ereignisse in meinem Leben haben mich zu immer neuen Ideen inspiriert. Der Wunsch eine Geschichte zu schreiben wuchs, aber einen Roman habe ich bisher trotzdem noch nicht aufs Blatt bekommen.

Ideen zuhauf, aber keinen Plan

Ganz schön frustrierend ist das, wenn man haufenweise Ideen im Kopf hat, aber dann sitzt man vor einem weißen Blatt Papier und irgendwie kommt nichts gescheites bei rum. Mit sechszehn habe ich mir dann das erste Buch gekauft zum Thema Romane schreiben mit dem super passenden Titel „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey. Er ist Autor und Professor für kreatives Schreiben an der University of California.

Zum damaligen Zeitpunkt fand ich sein Buch wirklich gut. Es war sehr anschaulich erzählt. Die Geschichten die er als Beispiel angab waren mit so viel Esprit entworfen, dass sie mir noch heute im Gedächtnis sind, aber mehr hat es auch nicht gebracht. Jetzt, ein paar Jahre später und bei um ein paar Bücher reicher, finde ich allerdings, dass es weitaus bessere Bücher zum Thema Romane schreiben gibt und dass dieses hier, doch eher flach war. Ich saß nämlich immer noch da und hatte ein weißes, unbeschriebenes Blatt vor mir, aber keine Ahnung wie oder womit ich anfangen sollte.

Also holte ich mir in meiner jungen Naivität noch alle seine anderen Bücher zu diesem Thema. Wenigstens beim Kriminalroman schreiben wusste ich ab da an, dass man mit dem Motiv des Täters anfangen sollte, denn darauf stützt sich die ganze weitere Handlung der Geschichte. Aber auch da Scheiden sich die Geister.

Jeder macht es anders und alle machen es gleich

Je mehr man liest, desto unterschiedlicher sind die Meinungen und Ansichten.Wie bei jeder Frage gilt auch beim Roman schreiben:

Fragt man einen Menschen, bekommt man eine Antwort. Befragt man aber zehn Personen, dann bekommt man auch zehn Antworten und darf sich daraus, dann das herauspicken was am besten zu einem passt. In ihrer Kernaussage sind sie aber alle gleich,

Strukturiert und präzise

…muss es sein. Deshalb kommt mir keine leere Seite mehr ins Haus. Mara Laue rät in ihrem Buch „Von der Idee zum fertigen Text“, dass man nie vor einer weißen Seite sitzen sollte, denn das demotiviert und hemmt den Schreibprozess. Manchmal reicht es schon nur ein einziges Wort zu schreiben um den Schreibprozess in Schwung zu bringen.

Sobald ich eine Seite öffne stelle ich mir folgende Fragen:

  • Worum soll es in meinem Roman gehen?
  • Wer ist meine Hauptfigur und wer sein Antagonist?
  • Was ist der größte Konflikt (zwischen den beiden) in der Geschichte?

Schon habe ich kein weißes Blatt mehr und eine grobe Richtung ist vorgegeben. Wenn man das hat kann man sich an die Details herantasten, wie Plot, Charakterisierung u.ä. Das allerwichtigste ist aber niemals aufzugeben und immer am Ball zu bleiben. Ich bin mir sicher, dass ich es irgendwann noch einmal schaffen werde, denn eine Leidenschaft stirbt nie.

 

Kategorien Hobbyist

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