Atem – Mo Hayder

Kurze Zusammenfassung

„Sie würde für ihr Kind sterben. Aber würde sie auch dafür töten?“

In diesem Roman begegnen wir Zoe und Sally Benedict. Zwei Schwestern die ein Unfall in jüngster Kindheit entzweit hat.

Sally ist geschieden und pleite. Zudem kommt ihre Tochter mit dem neuen, ärmlicheren Lebensstil nur schwer zurecht. Als die Nachricht über den Tod des 16-jährigen Mädchens Lorne Wood die Runde macht, ist Sally entsetzt. Sie kannte das Mädchen, das an dieselbe Schule ging wie ihre Tochter. Doch das ist nicht die einzige Sorge die sie plagt, denn kurz darauf erfährt Sally, dass sich Millie in großen Schwierigkeiten befindet und sie muss eine Entscheidung treffen die ihr Leben für immer verändern wird.

Währenddessen trifft sie immer wieder auf ihre Schwester Zoe, die leitende Ermittlerin im Fall Lorne Wood ist. Schon bald ist klar, dass die Schwestern einander mehr brauchen als sie es jemals gedacht hätten.

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Meine Meinung

Ich finde dieser Thriller eignet sich wunderbar für kalte, graue Regentage. Mo Hayder hat einen klaren Schreibstil ohne viel Schnickschnack. Und trotzdem ihre Sätze kurz und prägnant sind, schreibt sie doch so detailiert, dass man sich Personen und Orte gut vorstellen und man sich einfühlen kann.

Was mir allerdings Probleme bereitet hat waren die Charaktere der Protagonisten, denn sie waren für mich schwer greifbar. Da haben wir auf der einen Seite Zoe, eine Polizistin die sich von niemanden sagen lässt was sie zu tun hat. Sie ist störrisch, angriffslustig und voreingenommen gegenüber allem was sie nicht kennt. Auf der anderen Seite steht ihre Schwester Sally. Frisch geschieden, pleite, mit einer pubertierenden Tochter. Sally hat das Gefühl immer zu versagen, sie stellt ihr Licht immer und immer wieder unter den Scheffel. Das fand ich sehr anstrengend. Nach und nach sind mir die zwei allerdings doch ziemlich ans Herz gewachsen und als man dann sah, dass sie eben doch nicht so zornig oder schüchtern sind, sondern teilweise verletzlich oder auch ziemlich selbstbewusst, da fing das Buch wieder an Spaß zu machen.

Fazit

The Times spricht von einem „bis zur letzten Seite nervenaufreibenden Thriller“ dem kann ich leider nur bedingt zusprechen. Ich persönlich fand, dass der Roman erst sehr schleppend in Gang kam, zum Schluss hin hat er allerdings die Kurve bekommen und mich doch noch ganz schön mitgerissen.

Für erfahrene Thriller-LeserInnen ist es allerdings eher ein kleiner Snack vor dem Schlafengehen. Denn obwohl die Geschichte gute Ansätze hat, fehlten mir die wirklichen Überraschungen. Vieles fand ich vorhersehbar und dadurch langweilig. Und obwohl es gegen Ende hin mehr an Action gewonnen hat und es doch noch die eine oder andere Überraschung gab, blieb ein fader Beigeschmack.

 

Kategorien Hobbyist

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