6 Tipps gegen Stress mit Kids

Oh, mein Gott, diese Kinder!

Wir kennen es doch alle, fast tagtäglich werden wir als Elternteil auf eine harte Belastungsprobe für unsere Nerven gestellt. Dabei wussten wir bis dahin noch nicht einmal wie strapazierfähig die eigentlich sind. Ständig machen wir irgendwie alles falsch, obwohl wir doch versuchen alles richtig zu machen. War es gestern noch vollkommen in Ordnung den Joghurtdeckel abzumachen, ist das heute pure Absicht das Kind in seiner Eigenständigkeit zu bremsen. Gestern waren die Cornflakes zum Frühstück super lecker, heute ist es das Ekligste was es gibt, denn das Kind hätte lieber Toast. Oder wir wurden gestern gebeten beim Anziehen zu helfen, aber heute ist das Kind ja schon einen Tag älter und schon fast bereit auszuziehen, also kann es sich auch alleine anziehen. Das frustriert wirklich. Doch was kann man dagegen tun? Kann man überhaupt irgendwas machen? Oder reicht es einfach sich in die Ecke zu stellen, die Finger in die Ohren zu stecken und lalala zu singen? Letzteres würde ich fast in Betracht ziehen, denn dann hätte man auf jeden Fall schon mal die Aufmerksamkeit seiner Kinder, aber eine effektive Lösung ist es dennoch nicht.

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Wenn Kinder wachsen, wachsen auch ihre Bedürfnisse. Die sogenannte Trotzphase tritt in den verschiedensten Lebensjahren immer wieder in unterschiedlichen Stärkegraden auf. Oftmals denkt man schon fast man hat es geschafft, aber weit gefehlt, dann geht das Gezicke und Gezanke doch tatsächlich schon in die nächste Runde. Aber ist das wirklich so schlimm? Oder ist das manchmal nur unsere Einbildung? Täglich sind wir mehr und mehr unserem eigenen Stress ausgesetzt, durch Arbeit und Termine die uns zusätzlich belasten. Vielleicht bekommen wir dadurch oft gar nicht mehr mit ob unsere Kinder jetzt wirklich trotzen oder nur einen schlechten Tag haben.

Auch unsere  Kinder bleiben von unserem Stress nicht verschont, so gerne wir es auch vermeiden wollen. Für ein Kind, das in die Kita geht, ist der Tag genauso anstrengend wie für einen Erwachsenen der Tag auf Arbeit. Leider vergisst man das all zu oft, da man davon ausgeht, dass das Kind da ja „nur spielt“. Aber Kinder lernen, nehmen so viel auf und haben hunderttausend Dinge zu verarbeiten, die für einen Erwachsenen normal sind. Ist das Kind dann abgeholt, dann geht es weiter zur Apotheke, in den Supermarkt, auf den Spielplatz. Man versucht die Wege kurz zu halten, aber trotzdem gewinnt bei den Kindern auch hier die Reizüberflutung. Wenn ein Kind dann keine Möglichkeit hat abzuschalten sucht es sich seinen Weg um dem Ärger Luft zu machen. Es wird geschrien, geschimpft, gestampft. Und wir Eltern wir stehen manchmal daneben und verstehen die Welt nicht mehr. Doch wie können wir als Elternteil dagegen vorgehen?

  1. Ruhe bewahren. Aus der Haut zu fahren hat noch niemanden geholfen. Ich finde es wichtig, dass meine Kinder merken, dass sie und ihre Probleme wichtig sind und das man über alles reden kann. Da Kinder von alleine ihre Probleme nicht erkennen, kann man ja mit Fragen nachhelfen. War dein Tag heute anstrengend? Gab es etwas was dich traurig/wütend/unsicher gemacht hat? Und die Kinder erzählen so weit sie können.
  2. Bewusst Auszeiten nehmen. Es muss ja nicht immer gleich der Urlaub sein, aber wenn man einmal nur das Handy auslässt und die Zeit bewusster mit der Familie verbringt, dann ist das auch schon was. Oder ein Schaumbad, ein DVD-Abend mit Freunden. Oder vielleicht wollte euer Kind schon immer mal auf einen Ponyhof. Einfach mal Sachen machen die einen Freude bereiten und die nicht unbedingt in den Terminplan passen.
  3. Dem Ärger auch mal Luft machen. Es tut gut einfach mal zu schreien, wenn man das Gefühl hat, dass einem gleich der Kopf platzt. Das habe ich meinem Sohn auch schon gesagt. Das trifft vielleicht nicht jedermanns Geschmack aber manchmal tut das richtig gut. Wenn man nicht im Haus oder der Wohnung schreien will, dann raus und tut es da. Aber ein Schrei kann so herrlich befreiend sein.
  4. Strukturiert durch den Tag. Kindern lieben Ordnung, vielleicht nicht immer Kinderzimmer, aber ein geregelter Tagesablauf hilft ihnen auch ihre tage besser strukturieren zu können. Wenn sie wissen wann etwas ansteht, dann können sie sich besser darauf vorbereiten. Es hilft auch manchmal schon ihnen zu sagen In fünf Minuten geht es los. Kinder haben zwar noch nicht unser Zeitverständnis, aber sie können trotzdem schon zwischen kurz und lang unterscheiden, dabei ist fünf Minuten eine klarere Vorgabe als gleich, auf die sie sich dementsprechend besser vorbereiten können.
  5. Einfach wieder Kind sein. Mit den Kindern zu spielen kann uns helfen sie besser zu verstehen, wann seid ihr das letzte Mal mit in eine Räuberhöhle gekrabbelt oder musstet vor den Polizisten fliehen? Nicht immer ist es ratsam mit Kindern reden zu wollen, wenn wir etwas vermitteln wollen, dann kann man das auch hin und wieder spielerisch machen. Letztens wollte ich mit dem Räuber nach Hause und er trödelte wieder herum, aber anstatt ihm das zum hundersten Mal zu sagen, meinte ich nur, dass die Polizei hinter uns her ist. Wir waren schnurstracks zuhause und Spaß hat es auch noch gemacht. 😉
  6. Man kann nicht immer perfekt sein. Denn am Ende sind wir neben alldem Mutter-Vater-Kind-Dasein auch nur eins: nämlich Menschen. Menschen mit Stärken, Schwächen und Fehlern. Und es ist nicht schlimm, wenn das Kind dann doch mal länger vor dem Fernseher sitzt. Ich hasse das ja wie die Pest und bewundere meine Nichte, die sich stundenlang in ihre Bücher verkriechen kann. Meine Kinder sind da nicht so, sie schalten lieber beim Fernsehen ab. Ob das gesund ist oder nicht, will ich gerade nicht diskutieren, aber einfach mal ohne schlechtes Gewissen mit den Kindern etwas länger vor der Glotze zu hängen kann einem manchmal auch viel Stress nehmen. Denn was gibt es schöneres als mit den Kindern zu kuscheln?

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