Verderben wir unsere Kinder durchs Fernsehen?

Es ist ein Thema das mich derzeit ziemlich beschäftigt. Wie viel fernsehen ist gut für unsere Kinder und wie können wir ihnen den besten Umgang mit modernen Medien beibringen? Denn es ist, wie so oft, nur ein schmaler Grat zwischen gerne fernsehen und abhängig sein.

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Wenn unsere Kinder von der Kita nach Hause kommen, dann brauchen sie eine Möglichkeit um abzuschalten. Das muss nicht immer der Fernseher sein, aber es ist einfach. Man setzt die Kinder davor und hat nach der Arbeit selber die Möglichkeit sich kurz zu entspannen oder den Haushalt zu machen. Wenn ich dann höre, dass es so etwas früher nicht gab oder wir uns doch draußen beschäftigt haben, dann frage ich mich warum es heute denn so anders sein soll. Sind wir etwa faul geworden, wenn es darum geht sich mit den Kindern zu beschäftigen? Unsere Eltern hatten damals bestimmt auch nicht immer Bock sich mit uns Kindern zu beschäftigen, aber vermutlich blieb ihnen gar nichts anderes übrig. Denn das Fernsehprogramm, wie unsere Kinder es heute kennen, gab es damals einfach nicht.

Ist denn wirklich alles schlecht?

Für zwei Drittel aller vier- bis fünfjährigen steht das Fernsehen als beliebtestes Medium an erster Stelle, vor Büchern und Hörmedien wie man auf www.kindergesundheit-info.de nachlesen kann. Und es ist ja auch nicht alles schlecht. Wenn man seine Kinder bewusst fernsehen lässt, dann können Serien sogar hilfreich sein. Hier werden immer wieder soziale Aspekte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Kompromissbereitschaft behandelt. Kindern wird Wissen vermittelt, was selbst Erwachsene manchmal noch in Staunen versetzt, denn auch wir kennen nicht auf jedes Warum? eine Antwort. Und je älter ein Kind ist, desto mehr kann es sich mit einzelnen Charakteren identifizieren und lernen Probleme zu lösen.

Alles schön gut, aber geht bei dem ganzen medialen Kommerz nicht auch die eigene Kreativität verloren? Bleibt dabei nicht die eigene Erfahrung auf der Strecke? Es ist vermutlich wie überall, dass die Kinder sich ihre Vorbilder suchen und versuchen diese zu imitieren. In dem einen Augenblick spielen sie Geschichten explizit nach und im nächsten haben sie dann wieder selber fixe Ideen und überraschen uns mit ihrem Einfallsreichtum. Das ist doch dann nicht viel anders als bei uns früher, oder? Wichtig ist vermutlich, dass wir Eltern ihnen dabei helfen den richtigen Umgang mit all den Medien zu erlernen. Das wir uns Zeit nehmen mit ihnen gemeinsam zu gucken und ihnen Inhalte, die vielleicht nicht so verständlich waren, noch einmal erläutern.

Auf www.t-online.de kann man nachlesen wie viel fernsehen im welchen Alter angebracht ist. Und ich war ehrlich erschrocken, denn meine Kinder gucken definitiv mehr! Manchmal merke ich das auch, dann werden sie werden aggressiv und launisch. Ein klares Zeichen von Reizüberflutung. Das ist krass, denn manchmal ist man sich dem Ausmaß, von dem was man seinen Kindern da „antut“, gar nicht so bewusst.

Mein Fazit

Ich werde auf jeden Fall vermehrt darauf achten wie viel sie gucken und vor allem was. Ein Videoabend mit der Familie muss trotzdem noch drin sein. Aber vielleicht lässt man einen Tag lang mal den Fernseher aus und das Handy liegen und nimmt sich einfach nur Zeit für einander. Denn es ist nicht schlimm, wenn man mal nicht up-to-date ist. Das ist sogar manchmal richtig erfrischend.

Kategorien Hobbyist

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