Einmal wieder Teenie sein…

Derzeit lese ich ein Buch aus der Reihe Fear Street von R.L. Stine. Manch einer unter euch kennt es eventuell, für andere ist es absolut unbekannt. Die Romane spielen allesamt in Shadyside (z. dt.: Schattenseite), einer kleinen Vorstadt in Amerika. In diesem kleinen Örtchen gibt es die Fear Street (z. dt.: Angststraße), in welcher immer wieder mysteriöse Verbrechen geschehen, Häuser brennen einfach ab, Menschen verschwinden spurlos und Verbrechen werden nie aufgeklärt. Ganz schön gruselig, wenn man das so liest, oder? Und doch habe ich die Bücher früher regelrecht verschlungen. Eines nach dem Anderen.

Als ich letztens in der Bibliothek war und über eines gestolpert bin, musste ich es dann also unbedingt mitnehmen. Macht es mir immer noch so einen Spaß sie zu lesen? Kann ich mich an etwas daraus erinnern? Solche und andere Fragen schossen mir durch den Kopf. Nun, ich kannte das Cover, der Klappentext sagte mir auch noch etwas, aber an den Rest der Story konnte ich mich nicht einmal mehr ansatzweise erinnern. Aber eben das hat mir gefallen, denn so hatte ich die Möglichkeit noch einmal ganz Teenie zu sein und mich dem Schrecken der Fear Street hinzugeben.

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Aber was fasziniert uns Erwachsene eigentlich so an Jugendbüchern?

Immer wieder und vor allem immer häufiger sieht man Erwachsene die sich, wo sie gehen und stehen, mit allen möglichen Jugendbüchern eindecken. Niemand wundert sich mehr, wenn ein neuerschienenes Jugendbuch die Bestsellerlisten im Sturm erobert. Harry Potter und Die Tribute von Panem sind vermutlich mit die bekanntesten Beispiele für meine These. Viele kennen sie und fast alle haben sie gelesen.

In Jugendbüchern geht es meist um den Kampf von Gut gegen Böse. Die Protagonisten sind oft Außenseiter, die sich ihrer Stärken nicht wirklich bewusst sind und gerade das macht ihren Charme aus, denn wir als Leser, egal ob Erwachsen oder Kind, wollen dabei sein, wenn er/sie endlich herausfindet was wirklich in ihm/ihr steckt. Außerdem wirken Figuren aus Jugendromanen sehr rein. Sie haben ihr Leben noch vor sich, mit all den Enttäuschungen und Lastern, und begegnen ihren Widrigkeiten immer mit einer gewissen, gewinnenden Naivität. Genau das macht sie so liebenswert und einzigartig. Die kurzen, einfachen Sätze sorgen zudem für eine leichte Verständlichkeit. Daher sind sie die optimalen Wegbegleiter für zwischendurch.

Ein Jugendbuch zu lesen kann für uns Erwachsene wie eine Reise in die Vergangenheit sein. Sie geben uns die Möglichkeit dem Alltag zu entfliehen, unsere Probleme und Sorgen kurz zu vergessen, und einfach mal zu träumen.

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