Du bist eine gute Mutter!

Jeden Tag sagt mir mein Mann diesen Satz. Manchmal auch schon leicht genervt, aber immer aus vollster Überzeugung. Er sagt mir, dass ich fair bin, dass ich das Wohl oder Glück meiner Kinder immer vor meins Stelle und dass die Liebe, die ich von ihnen zurückbekomme, doch Antwort genug ist.

Woher kommt dann die Angst?

Ehrlich, ich weiß es nicht. Ich habe eine super Bindung zu meinen Eltern und doch hatte ich dieses Gefühl, etwas nicht richtig zu machen, schon seit meiner Kindheit. Immer wollte (will) ich es allen recht machen und habe Angst, dass ich etwas falsch machen könnte. Oft stoße ich dabei an meine Grenzen, denn ich will es nicht für mich richtig machen, sondern für die anderen. Im Ernst, selbst ich finde das total bekloppt und trotzdem ist es so. Leider!

Auch das Internet sorgt dafür, dass ich anfange an meinen Fähigkeiten zu zweifeln, obwohl ich tief in meinem Innern total überzeugt davon bin es richtig zu machen, so sagt mir mein Kopf immer, dass es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Aber ist das nicht überall so? Allerdings suggeriert uns das Internet durch Instagram & Co eine scheinbar perfekte Welt. Anscheinend habe alle das perfekte Kind, den perfekten Mann, die perfekten Ratschläge. Kurzum „Das perfekte Leben“! Wenn man so etwas sieht, dann denkt man sich doch oft: „Das will ich auch.“ Warum kann es bei mir nicht so laufen? Man fängt an es „richtig“ zu machen und stößt an die harten Grenzen der Realität in der

  • die Kinder ihren eigenen Kopf haben
  • man sich auch mal mit dem Mann streitet oder mit den Kindern schimpft
  • Mama und Papa einfach mal Zeit für sich brauchen
  • man keine Lust hat mit seinen Kindern abends mit Lego, Puppen o.ä. zu spielen und
  • das Lachen aufgesetzt erscheint, weil man einfach auch mal traurig, müde oder angespannt ist.

20171202_083228615284036.jpg

Sofort springt mein Kopfkarussel an und dreht seine Runden.

  • War das jetzt richtig?
  • Denken meine Kinder jetzt, dass ich sie nicht mehr liebe?
  • War das egoistisch?

Mein Mann, oder auch meine Mama, machen mir dann immer wieder klar, dass das völlig normal ist und ich mir nicht so den Kopf zerbrechen soll. Es ist menschlich nicht immer hoch motiviert zu sein und auch einfach mal Nein zu sagen. Denn neben all dem Mutter-Sein darf man sich selbst nicht aus den Augen verlieren.

Was kann man tun?

  1. Anhalten. Durchatmen. Sich aufs Wesentliche konzentrieren. Es hilft mir zu Hinterfragen, war das jetzt nötig? Hätte ich was anders machen können? Einen Kompromiss finden zum Beispiel. Dadurch kann ich mein Verhalten noch einmal Revue passieren lassen, mir für ähnliche Situationen Alternativen überlegen oder mir einfach bewusst werden, dass ich gerade genau in dem Moment nicht anders handeln konnte.
  2. Sich Pausen erlauben. Dazu muss eigentlich nicht mehr gesagt sein. Wir sind eben Menschen und keine Maschinen. Damit wir unser Energielevel wieder auftanken können benötigen wir Pausen.
  3. Gestaltet euer Leben so wie es euch passt und nicht wie es andere gerne hätten. Haha, ja da muss ich lachen, ist es doch genau das, was ich selber kaum beherrsche. Aber ich übe! Es nun einmal so, das wir mit unserem Leben zufrieden sein müssen und nicht die anderen. Zudem sollten wir uns bewusst machen das perfekt eben nicht immer perfekt ist!

 

Kategorien Hobbyist

1 Kommentar zu „Du bist eine gute Mutter!

  1. Ein guter Beitrag… und ein sehr schöner Blog!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close