Oh du „besinnliche“ Weihnachtszeit

Dezember, der Monat der immer am besinlichsten anheimelt. Das Feuer knistert im Kamin, ein leichtes Schneegestöber tanzt vor dem Fenster und im Hintergrund wird leise Musik gespielt. Der Duft von warmen Glühwein liegt in der Nase und wärmt uns von außen die Hände und von innen das Herz. Die Kinder springen lachend um das Paar herum, dass es sich vor dem Kaminfeuer gemütlich gemacht hat, wirken wie die liebsten Kinder auf der Welt und freuen sich einfach nur über ihre Geschenke.

Das in etwa ist jedenfalls meine Vorstellung von einem perfekten Weihnachtsfest. Kitschig, aber schön. Und Weihnachten darf ja wohl kitschig sein, oder!? Die Realität – und das Wissen wir alle – sieht meisten komplett anders aus. Das Schneegestöber ist zu braunem Matsch geworden, das Kaminfeuer knistert nicht, weil die DVD einen Sprung hat oder gar der CD Spieler kaputt ist. Die Menschen um einen herum sind hektisch, laut und alle irgendwie noch ein bisschen bekloppter als ohnehin schon. Es werden haufenweise Sachen gekauft, die kein Mensch braucht. Man schüttet sich mit Essen zu als gäbe es kein Morgen mehr und die Laune der Menschen ist aufgrund der Hektik, die sie sich selbst auferlegen, im Keller und sinkt bis zu Weihnachten noch tiefer. Die Kinder schreien sich an und bekriegen sich nur noch, weil die Erwachsenen um sie herum ja auch allesamt laut und launisch sind. Von der Ruhe und der Romantik, wie ich sie mir in meiner Vorstellung ausgemalt habe, ist von da an auch der Rest verschwunden.

Aber wieso? Wofür tun wir uns das alles an? Können wir nicht einfach mal gelassener rangehen. Es ist nur ein Fest. Von heiligen Kirchengängen ist schon lange keine Rede mehr. Die wenigsten Menschen feiern Weihnachten wirklich noch wegen ihres Glaubens sondern nur noch, weil es Tardition, eine Art Pflichtveranstaltung und für die meisten zusätzliche freie Arbeitstage bedeutet.

Vor fünf Jahren etwa habe ich entschieden, das ich bei dem ganzen Trubel nicht mehr mitmache. Nein, ich will nicht das Weihnachten ausfällt, denn ich liebe Weihnachten, aber ich habe den Stress und die Hektik satt die damit einhergeht. Ich beginne schon im Oktober Weihnachtsgeschenke für die Kinder auszusuchen und mir zu überlegen wer was bekommt. Für die Verwandten, Bekannten sowie Personen die einfach mal ein kleines Danke verdient haben gibt es DIY-Weihnachtsgeschenke. Das spart Geld, Zeit und Nerven. Heiligabend verbringen wir seit dem letzten Jahr nur noch im engsten Kreis, zu viert, intim, als Familie. So werden die Kinder nicht gleich mit allen Geschenken überhäuft und haben wirklich Zeit sich mit dem zu beschäftigen was ihnen lieb ist. Dieses Jahr setzen wir noch einen Drauf und lassen Santa Claus über Nacht kommen. Das gibt uns die Zeit das Geschenk (eine Küche) aufzubauen, ohne Panik zu kriegen, dass die Kinder etwas mitbekommen und der Weihnachtsmann lebendig bleibt.

Am 1. Weihnachtsfeiertag erwarten wir dann Oma und Opa zum Essen. Jeder macht eine Kleinigkeit und bringt etwas mit. Auch das sparrt (vor allem den Gastgebern) Nerven und Zeit. Dann gibt es weitere Geschenke für die Kinder und einen Spaziergang. Alles ganz in Ruhe und je nachdem wie viel Zeit noch bleibt, spielen wir noch ein Brettspiel.

Am 2. Weihnachtsfeiertag sind wir dann wieder zu viert oder bekommen Besuch von unserer engsten Freundin. Das klingt total langweilig, aber genauso lieben wir es. Ich liebe Jubel, Trubel, Heiterkeit und würde auch mehr Leute einladen, aber ich habe keine Lust auf Streit und Stress. Weihnachten soll besinnlich sein, wir sollen zu den Menschen finden, die wir lieben. Wir sollen uns darauf besinnen was uns wichtig und teuer ist. Und wir sollen ein wenig zur Ruhe kommen und in uns gehen.

Also genießt doch alle mal das Fest der Liebe mit euren Liebsten und macht euch nicht so einen unnötigen, vorweihnachtlichen Stress. 😉

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Kategorien Hobbyist

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