Der ganz normale Mama-Wahnsinn

Mein Tagesablauf sieht kurz zusammengefasst in etwa so aus:

  • aufstehen, frühstücken, Kinder anziehen, Kinder in die Kita bringen, arbeiten fahren, nach Hause fahren, Abendbrot zubereiten, Kinder putzen und gemeinsam mit dem Mann ins Bett bringen, Feierabend

Eigentlich ziemlich easy, wenn… ja, wenn da nicht die kleinen Schmankerl wären die jeden Tag so unvergesslich machen. Und wenn man sich den Tag dann mal etwas genauer ansieht, dann läuft er in etwa so ab:

Es ist 6:00. Leider ist es draußen, so dunkel, dass mein Körper und ich nicht die leiseste Ahnung haben wie spät es wirklich ist. Der Körper ist noch in einem sehr Zen-mäßigen Zustand, während der Geist schon überlegt, ob er den Körper jetzt noch liegen lässt oder die Energie und Ruhe nutzt um aufzustehen.

Bei der ersten Variante hat man mit fast 90% Sicherheit das Glück, dass es tatsächlich schon 6:00 ist, so etwa 5:45 und in spätestens zehn Minuten wird eines der Kinder, die gerade noch neben mir im Tiefschlaf liegen, auf mir herumspringen und mir mit seiner feinen, zarten Stimme ins Ohr brüllen, dass es Hunger hat.

Ich entscheide mich also meistens für Variante 2 und stehe auf. Der erste Blick geht Richtung Uhr. Was erst um 3? … Das ist eine mögliche Reaktion – Toilettengang und wieder ab ins Bett. Die andere Möglichkeit wäre, es ist tatsächlich erst 5:45 und ich blicke einem friedlichen Start in den Tag entgegen.

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Kaffee trinken oder duschen?

Was mache ich nur zuerst. Noch während ich auf dem Tron sitze, schleichen sich schon zwei paar kleine Füße an und sagen schlaftrunken „Gutn Mrgäääähn!“ Nicht selten ist es schon passiert, dass sich jemand in meinen Schoß kuscheln wollte… auf dem Tron. Stop, äh sorry, ist gerade echt ungünstig! Da hat derjenige vermutlich noch nicht so ganz begriffen, dass wir uns im Bad befinden.

Nun gut, duschen wird also verschoben. Erstmal Kaffee! Der erste Kaffee am morgen ist ohnehin die wichtigste Mahlzeit des Tages. Während wir darauf warten, dass der Kaffee läuft, schmieren wir Brote, beantworten Fragen, die wir selber nicht so richtig verstehen – wie auch, wir hatten ja noch gar kein Koffeinkick!? – und gehen in Gedanken den Tagesplan durch. Der ja eigentlich immer derselbe ist und doch immer unterschiedlich.

Haben wir all das überstanden, Kaffee ist getrunken, der Dusche konnten wir uns auch mal für drei Minuten zeigen, müssen auch schon die Kinder angezogen werden. Das kann ein Akt werden. Der eine kann sich alleine anziehen, will es aber nicht. Die andere bräuchte eventuell noch Hilfe, aber „Kann das schon`leine!“ Okay, bloß keinen Streit, das wirft uns im Zeitplan nur unnötig zurück.

Ap pro pro Zeit- Wie spät ist es eigentlich? Gut, erst 7:45, das heißt wir haben noch 45 Minuten Zeit. Machbar! Schon erstaunlich in welchen Dimensionen man denkt als Mutter, dabei könnte anziehen und Zähne putzen in einer Viertelstunde erledigt sein. Ist es aber nicht. Das T-Shirt gefällt uns heute nicht mehr, obwohl es gestern Abend noch sorgsam ausgesucht wurde. Madame möchte jetzt doch einen Rock. Oder doch nicht? Lieber eine Jeans? Kleid wäre auch nett. Typisch Frau! Und der Zeiger rennt. Plötzlich ist es 8:15 und irgendwie sind beide Kinder nur halb angezogen.

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Da kommt die Erkenntnis

Meine Haare sind auch noch nicht gemacht, geschweige denn das Make-up. Zeit bleibt keine mehr – Zopf muss reichen und Make-up im Firmenbad aufgetragen. Man muss im Leben eben Prioritäten setzen. Die Kinder haben es urplötzlich in kürzester Zeit geschafft sich zu entscheiden und anzuziehen. Wow!

Jetzt ab ins Bad Zähneputzen, Schuhe, Jacke et cetera anziehen und los. Meistens schaffen wir es wirklich um Punkt 8:30 das Haus zu verlassen und zwanzig Minuten später trotz rumtrödeln an der Kita anzukommen. Yippie! (Wie schaffen das Youtuber/innen mit ihren DailyVlogs?)

9:00 – der Weg zur Arbeit. Jetzt erstmal einen Kaffee (in Ruhe genießen)! Den To-Go-Becher habe ich mal wieder zuhause vergessen. Egal, nächstes Mal denke ich ganz bestimmt dran – der Umwelt zuliebe.

Mit hundert anderen Menschen dränge ich mich zur Bahn und in die Bahn hinein.

Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten.

Und die ganze Tortur mit hundert anderen Menschen wieder auf dem Rückweg.

Abends läuft dann alles etwas ruhiger ab. Da wird gemeinsam gekocht, Geschichten vom Tag erzählt, vorgelesen, geschäkert und dann fallen fast alle müde ins Bett. Um morgen fit zu sein, für die nächste Runde 😉

Wie ist das bei euch so? Erzählt doch mal? Bin ich einfach eine chaotische Mutter, die nur denkt, sie hat nen Plan oder läuft es bei euch ähnlich hektisch ab? 🙂

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