Die Sache mit dem Tod

Lange habe ich überlegt etwas darüber zu schreiben.

Wir brauchten in den letzten Wochen viel Kraft und darüber zu schreiben fällt immer noch unglaublich schwer. Auch wenn der Tod unausweichlich zum Leben dazu gehört ist er doch schwer zu begreifen.

Wir mussten jemanden verbaschieden, der Vater war, Freund, Opa. Jemand der viel zu früh von uns gegangen ist. Plötzlich und unerwartet. Jemand, der drei kleine Kinder hinterlässt und man fragt sich wie das Leben nur so ungerecht sein kann.

Während ich das schreibe fällt es mir schwer die Tränen zu unterdrücken.

Und trotzdem kam mit dem Tod auch so etwas wie Erkenntnis, denn seitdem sind mein Mann und ich noch enger zusammengerückt. Es macht klar, dass es so viele unnütze Sachen gibt über die man sich aufregt. So viel worüber man auch mal hinwegsehen kann.

Wie habe ich es den Kindern beigebracht?

Ich bin fast froh, das mein kleines Mädchen noch etwas zu klein ist um wirklich zu begreifen was passiert ist, aber mein Sohn, der wollte wissen warum Papa so lange weggefahren war. Was war passiert?

Mir half der Ratschlag nicht drum herum zu reden. Denn der Tod ist nicht schön und man kann es auch nicht schön „umschreiben“. Der Tod ist eine unausweichliche Tatsache mit der sich jeder von uns irgendwann auseinandersetzen muss.

Und es half. Es half mir darüber zu reden, den Tatsachen ins Auge zu blicken, es ist nicht zu verschönern und Fragen zu beantworten. Ich für meinen Teil, glaube, dass ich das gut gemeistert habe und die Fragen meines Sohnes offen und ehrlich und kindgerecht beantworten konnte. Noch immer beschäftigt ihn das Thema und er hat Fragen, die wir ihm (soweit wir können) beantworten.

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Doch wir sind auch ein paar hundert Kilometer weit weg. Vor Ort sah die Sache für mich ganz anders aus. Es ist wirklich eine Scheiß-Situation, ich muss und will das so deutlich schreiben, mit ansehen zu müssen wie Kinder in viel zu jungen Jahren, ihren viel zu früh verstorbenen Vater beerdigen müssen. Alles was man tun kann ist da zu sein. Worte helfen nicht, aber Umarmungen machen etwas Mut. Mut darauf, dass es weitergeht und dass es Menschen gibt die da sind.

Diese Kinder müssen in ihrem Alter schon so stark sein und sie ertragen diese schreckliche Situation mit solcher Größe, dass sie meinen absoluten Respekt verdienen. Die älteste Tochter kenne ich seit sie drei Jahre alt ist und dass sie sich an mich gewendet hat um Trost zu suchen war für mich eine echte Ehre. (Darf man das in diesem Zusammenhang überhaupt schreiben?) Aber doch ich fühlte mich geehrt und es hat mir auch gezeigt wie sehr ich zu ihrer Familie gehöre.

Wir denken gerne an schöne Momente mit meinem Schwiegervater zurück, hören ihm zu Ehren Musik und versuchen so unsere Trauer in eine gewisse Bahn zu lenken.

Wir lieben dich! ♡

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