„Das Rosie-Projekt“

von Graeme Simsion

„Don, darf ich dich was fragen?

„Ja. Eine Frage.“

„Findest du mich attraktiv?“[…] Ich wollte das Rosie mich mochte, und ich erinnerte mich an ihre leidenschaftlichen Ausführungen über Männer, die Frauen wie Objekte behandelten. Folglich war es ein Test, ob ich sie als Objekt oder als Mensch wahrnahm. Die korrekte Antwort musste sich daher auf Letzteres beziehen.

„Darüber hab ich bisher nicht nachgedacht“, erklärte ich der schönsten Frau der Welt.

Kurze Zusammenfassung

(Klappentext)

Don Tillmann sucht die Frau fürs Leben: „Muss pünktlich sein, logisch denken und gerne Fahrrad fahren. Wenn Sie rauchen, trinken und an Horoskope glauben ist Ausfüllen des Fragebogens zwecklos.“

Als Don Rosie trifft (unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin), entdeckt er: Gefühle haben ihre eigene Logik.

books & hand

Meine Meinung

Ich habe dieses Buch geliebt. Es ist so unterhaltsam mit anzusehen wie ein Typ mit (anscheinend) leicht autistischen Zügen (á la Sheldon Cooper „Big Bang Theory“), versucht in unserer Gesellschaft zurecht zu kommen. Don ist ein so zauberhafter Protagonist, der einem direkt ans Herz wächst. „Das Rosie-Projekt“ ist das reinste Lesevergnügen. Dank Dons sehr verquerer Logik in Bezug auf Menschen sowie seine pragmatische Art an Probleme und Konversationen ranzugehen gibt er immer wieder Anlass für ungewohnte Wendungen. Graeme Simions schafft es aus einem Außenseiter einen Helden der Herzen zu machen. Er selber sagt über sein Buch: „Ein bisschen Don Tillmann steckt doch in uns allen.“

Und damit hat er verdammt recht, denn wie unbeholfen benehmen wir uns denn alle selber, wenn wir vor einem Mann oder einer Frau stehen, die/der unser Herz schneller schlagen lässt. Da sind wir doch alle recht unbeholfen, chaotisch und völlig von der Rolle. Die Geschichte ist authentisch, modern, liebevoll und voll von wunderbarem Humor. Selbst an traurige Stellen bekommt Graeme Simions einen humorvolle Bogen gespannt der niemals geschmacklos wird.

Fazit

In meinen Augen ist es ein Liebesroman der etwas anderen Art. Der einem niemals lang oder langweilig vorkommt. Selbst die wichtigsten Nebencharaktere, allen voran Dons bester Freund Gene, rufen beim Leser haufenweise Emotionen hervor, die nicht immer positiv sind, aber zu unseren Leben und zu den Menschen um uns herum dazugehören. In jedem einzelne Charakter im Buch, und sei er noch so unwichtig, habe ich jemanden wieder erkennen können. Ein rundherum gelungenes Buch.

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